| Ansprechend ansprechen - Prolog mit Herz und Hirn |
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Wer ein Buch zu Hand nimmt, entscheidet oft schon nach den ersten Sätzen, ob er es wieder zur Seite legt oder ob es sein Begleiter für ein paar schöne Stunden werden darf. Nur selten macht sich jemand die Mühe und lässt sich nach einem missglückten Start später noch vom Inhalt überzeugen. Ähnliches gilt für das Anknüpfen eines Gesprächs, allgemein gültige Regeln hierfür gibt es aber kaum. Die Stimmigkeit der Worte hängt von den beiden Protagonisten ab, grundsätzlich aber können als Orientierung die drei großen W „Wann?, Wie? und Was?“ hilfreich sein. Zum richtigen Zeitpunkt, geeignete Worte, passend formuliert: Wann? Erwünschter Augenblick oder unerwünschter Moment: Wie? Schall und Rauch: Was? Aktion und Reaktion:
Durch Fragen kann man den Gesprächspartner aus der Reserve locken. So können Informationen über seine Vor- und Einstellungen in Erfahrung gebracht werden. Indiskrete, unverschämte oder anmaßende Fragen sind allerdings von vornherein aus dem Inhaltsverzeichnis zu streichen.
Ergibt sich aus der Situation die Möglichkeit, sich auf vorher Gesagtes durch Erkundigungen oder Bestätigungen zu beziehen, ist eine Gesprächsanbahnung naht- und somit problemlos möglich. Auch hierbei ist es selbstverständlich, eine aufdringliche Einmischung oder unerwünschte Ratschläge zu vermeiden und möglichst nur unverfängliche Themen als Anknüpfungspunkte zu nutzen.
Warum bevorzugt der Zuhörer spontan eher „Ich finde dich sympathisch.“ als „Du bist sympathisch.“? Feststellungen über eine noch unbekannte Person, sind sie auch noch so nett und freundlich, erscheinen weniger liebenswürdig als Ich-Botschaften. Ich-Botschaften signalisieren Interesse, Achtung und Respekt, weil sie Beobachtungen mitteilen oder Gefühle ausdrücken, ohne anmaßend Unbekanntes zu beurteilen. |
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