Verabredung.eu Die Frage nach dem Weg

Die Frage nach dem Weg - ein unverfänglicher Gesprächbeginn

Ob in der fremden Stadt oder im Heimatort, im neuen Büro oder am langjährigen Arbeitsplatz, der neuen Bar oder dem alten Stammlokal, überall kann einem überraschend jemand über den Weg laufen, der Interesse an einem - vorerst - unverbindlichen Gespräch weckt. Oft führt die Frage nach dem richtigen Weg auch zu diesem Ziel.


Ein Gesprächsbeginn auf Knopfdruck:
Ein Navigationsgerät im Cockpit des Autos, eines im Notebook und eines am Handydisplay, mit soviel Orientierungshilfen verliert jeder die Orientierung. Nicht nur der eigene Orientierungssinn verlässt sich auf Unterstützung und geht oft frühzeitig in Ruhestand. Der Gesellschaft droht außerdem auch ein wichtiger Standardsatz für gepflegtes, höfliches und unverbindliches Anbandeln computerunterstützt verloren zu gehen. Systemabstürze sind häufig und sie haben die unterschiedlichsten Gründe. Meist sind sie auch ärgerlich, aber es gibt eine Situation, die förmlich danach verlangt. Bei der Begegnung mit einem interessanten Passanten sollte die Wegbeschreibung der Computerstimme den Weg zur Kontaktaufnahme nicht verbauen. In diesem Fall hilft nur ein radikaler Schritt. Wer seine Geräte ausnahmsweise abschaltet, kann Hilfe bei einem freundlichen Mitmenschen suchen. Zwischenmenschliche Kommunikation lässt sich per Knopfdruck nicht an – oder ausschalten, in diesem Fall kann ein Druck auf das Knöpfchen aber zumindest bei der Anbahnung helfen. Ob mit höflicher Zurückhaltung oder mit verzweifelter Hilflosigkeit, eine freundliche Bitte um Unterstützung kann jedenfalls ein wegweisender Anfang sein.


Eine bahnbrechende Arbeitsplatzbeschreibung:

Ist der Arbeitsplatz neu und nicht nur die Umgebung und das Arbeitsgebiet, sondern auch die Kollegenschaft interessant, sind Orientierungshilfen vom potenziellen Flirtpartner problemlos zu erfragen. Hier bewährt sich allerdings, der Weisheit der alten Chinesen zu folgen, und vorerst einen Umweg in Kauf zu nehmen, um dann schneller an sein Ziel zu kommen. Aufdringliche, permanente oder durchschaubar zweideutige Bitten um Hilfestellung können die vorhandene Hilfsbereitschaft und das allenfalls aufkeimende Interesse rasch vermindern. Ist der Arbeitsplatz alt und bekannt, der Kollege oder die Kollegin aber neu und interessant, kann sich die umgekehrte Vorgehensweise als hilfreich erweisen. Ein freundliches Hilfsangebot macht möglich, dass beide mehr als nur ihre Umgebung – neu – kennen lernen.


Ein weit reichender Lokalführer:
Wo ist der Weg zum Waschraum, um sich für den erwünschten Gesprächspartner hübsch zu machen? Wo ist der Weg zum nächstgelegenen Taxi-Stand, um gemeinsam noch einen Drink mehr nehmen zu können ? Einer unbefangenen Gesprächsanbahnung steht in einem Lokal nichts im Wege, außer ein unpassender Ton oder ein uninteressiertes Gegenüber. Mit Fingerspitzengefühl, Humor und dem richtigen Partner kann für eine Bitte um eine Wegbeschreibung bald die Übersetzung „show me the way to your heart“ gelten.